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Wie kann ich mein Grundstück möglichst profitabel verkaufen?

Möchte man ein Grundstück verkaufen, sollte man einige Dinge beachten. Dies beginnt bei der Bewertung des Grundstücks, um einen seriösen Angebotspreis zu ermitteln und endet bei der Unterschrift des Vertrags. In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Fragen ein und erklären Ihnen, wie Sie am besten beim Verkauf eines Grundstücks vorgehen, welche Unterlagen notwendig sind und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Unbebaute Grundstücke sind vielerorts Mangelware und heiß begehrt

Vor allem in großen Städten und Ballungsgebieten sind unbebaute Grundstücke Mangelware. Es stehen kaum noch Flächen zur Verfügung, die sich bebauen lassen, während gleichzeitig die Nachfrage nach unbebauten Grundstücken steigt. Die hohe Nachfrage in Kombination mit dem begrenzten Angebot führt zu einem Anstieg der Grundstückspreise, den man bereits seit einigen Jahren in vielen deutschen Städten beobachten kann. Natürlich bietet dies für Personen, die ein Grundstück besitzen und dieses verkaufen möchten, ein ideales Verkaufsklima. Doch worauf kommt es eigentlich an, wenn Sie Ihr Grundstück schnell und möglichst lukrativ verkaufen möchten?

Die richtige Käuferzielgruppe für den Grundstücksverkauf definieren

Zunächst einmal müssen Sie festlegen, für welche Zielgruppe Ihr Grundstück potenziell interessant ist. Zu diesem Zweck sollten Sie zunächst klären, wie sich das Grundstück in Zukunft nutzen lässt. Eine besonders wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt die mögliche Bebaubarkeit des Grundstücks. Abhängig davon, ob überhaupt und wenn ja, in welcher Weise eine Bebauung möglich ist, ändern sich die Zielgruppe sowie der Grundstückspreis, den Sie realistisch für das Grundstück fordern können.

Kategorien von Grundstücken
Kategorien von Grundstücken

Verschiedene Kategorien von Grundstücken

Grundstücke, die zum Verkauf stehen, lassen sich in unterschiedliche Kategorien einordnen. Die Einordnung ist dabei abhängig vom jeweiligen Bebauungsgrad sowie dem Bebauungspotenzial des Grundstücks.

Bebautes Grundstück

Abhängig von der vorhandenen Bebauung wird der Verkauf des Grundstücks entweder einfacher oder schwieriger durchzuführen sein. Fragen Sie sich daher vor dem Verkauf, ob Sie ein bestehendes Gebäude auf dem Grundstück abreißen sollten oder ob sich dieses weiterhin zu Wohnzwecken nutzen lässt.

Bauerwartungsland

Wenn man ein Grundstück aktuell als Bauerwartungsland einstuft, wurde das Grundstück von der Kommune als künftiges Bauland ausgewiesen. Aktuell ist es somit noch nicht erlaubt, ein Gebäude auf dem Grundstück zu errichten, in absehbarer Zeit wird das Grundstück jedoch als Bauland definiert. Finales Baurecht erhält man dann durch einen Eintrag im Bebauungsplan.

Freies Bauland

Hierbei existiert das Grundstück bereits im Bebauungsplan, wurde also bereits als Bauland ausgewiesen und lässt sich daher bebauen. Besonders attraktiv ist diese Art von Grundstück für Bauträger, jedoch auch für Privatpersonen, die eine Immobilie errichten möchten.

Rohbauland

Rohbauland ist im Gegensatz zu klassischem Bauland noch nicht erschlossen. Dies bedeutet also, dass man die Anschlüsse für Gas, Strom, Wasser und Abwasser erst noch installieren muss.

Brachland

Ein Grundstücksverkauf von Brachland ist häufig am schwierigsten, da sich Brachland in der Regel nur landwirtschaftlich nutzen lässt, was in vielen Fällen negative Auswirkungen auf die Qualität des Bodens hat.

Wenn ein Grundstück für die Bebauung freigegeben ist, ist für die jeweilige Käuferzielgruppe insbesondere die Art der möglichen Bebauung interessant. Als Faustregel gilt, dass der Wert des Grundstücks steigt, je mehr Gewerbe- bzw. Wohnfläche für eine Bebauung zur Verfügung steht.

Preis eines Grundstücks
Preis eines Grundstücks

Der Preis eines Grundstücks ist auch von der Größe abhängig

Vor allem für Privatpersonen sind kleine Grundstücke, auf denen sich Ein- bzw. Zweifamilienhäuser errichten lassen, interessant. Mit steigender Grundstücksfläche steigt auch das Interesse von Investoren und Bauträgern am jeweiligen Grundstück. Insbesondere baureife Grundstücke sind in dieser Hinsicht sehr beliebt und lassen sich in der Regel besonders schnell verkaufen. In einigen Fällen kann es zusätzlich empfehlenswert sein, besonders große Grundstücke in kleinere Abschnitte zu unterteilen, sofern dies aus baurechtlicher Sicht im individuellen Fall möglich ist.

Wie lässt sich die Bebaubarkeit eines Grundstücks prüfen?

Erste Anlaufstelle, um Informationen über die Bebauungsmöglichkeiten eines Grundstücks einzuholen, ist stets der Bebauungsplan der jeweiligen Gemeinde. In einem Bebauungsplan erfahren Sie, ob sich ein Grundstück bebauen lässt und wie eine geplante Bebauung aussehen sollte. Zu unterscheiden ist zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Bebauungsplan. Die Detailtiefe der Angaben ist von der jeweiligen Gemeinde abhängig.

Geschossflächenanzahl und Grundflächenanzahl sind wichtige Kerndaten

Zentrale Rollen spielen bei einem Bebauungsplan die Geschossflächenanzahl sowie die Grundflächenanzahl. Diese Kennzahlen verraten, wie viel Quadratmeter der Grundstücksfläche sich bebauen lassen und wie viele Geschosse man errichten darf. Potentielle Käufer sowie Eigentümer können Einsicht in den Plan beim zuständigen Bauordnungsamt, Bezirksamt oder Stadtplanungsamt erhalten. Mittlerweile ist dies in vielen Kommunen auch online möglich.

Ist immer eine Bauvoranfrage notwendig?

Haben Sie geplant, ein Grundstück zu verkaufen, sind aber nicht im Besitz eines Bebauungsplans, können Sie eine Bauvoranfrage bei der jeweils zuständigen Bauaufsichtsbehörde stellen. Diese gibt Aufschluss darüber, ob sich das Grundstück bebauen lässt und welche genauen Bauvorhaben man durchführen darf bzw. kann. Im Gegensatz zu einem vollständigen Bauantrag ist eine Bauvoranfrage deutlich einfacher strukturiert und zugleich auch kostengünstiger.

Wie ist der Ablauf bei einer Bauvoranfrage?

Im Rahmen einer Bauvoranfrage müssen Sie Bebauungsvorschläge für das jeweilige Grundstück einreichen. Im Anschluss erhalten Sie vom Amt einen Bescheid, der eine rechtsverbindliche Auskunft über die Bebaubarkeit gibt. Der Bescheid hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Hierdurch können Sie die Immobilie besser vermarkten, weil potentielle Interessenten konkret wissen, welche Bauvorhaben sich mit dem Grundstück realisieren lassen. Hierdurch erhält der potentielle Käufer die Sicherheit, das Grundstück wirklich gemäß seinen Vorstellungen zu nutzen, was wiederum die Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf des Grundstücks für Sie erhöht.

Wertermittlung eines Grundstücks
Wertermittlung eines Grundstücks

Wie läuft die Wertermittlung eines Grundstücks ab?

Ehe Sie ein Grundstück verkaufen, müssen Sie natürlich zunächst wissen, wie viel der Grund und Boden eigentlich wert ist, um einen seriösen Angebotspreis bestimmen zu können. Für die Bewertung eines Grundstücks spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Größe und Lage,
  • Erschließung und Zuschnitt,
  • Bodenbeschaffenheit,
  • mögliche Altlasten,
  • Bebauungsgrad bzw. mögliche Bebaubarkeit.

Auf einige der genannten Faktoren werden wir in diesem Artikel noch später zu sprechen kommen.

Einen ersten Anhaltspunkt für die Ermittlung des Verkehrswertes eines Grundstücks bieten Bodenrichtwerte.

Was versteht man unter dem Bodenrichtwert?

Der Bodenrichtwert ist als Durchschnittswert für den Bodenwert in einer Region zu verstehen. Ermittelt wird er durch Gutachterausschüsse. Der Bodenrichtwert ergibt sich aus den durchschnittlichen Kaufpreisen für Grundstücke in einer Region innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Veröffentlicht werden die Richtwerte regelmäßig in Form von Bodenrichtwerttabellen bzw. Bodenrichtwertkarten. Frei einzusehen sind sie bei der zuständigen Geschäftsstelle, die in der Regel im Kataster- oder Vermessungsamt zu finden ist. Zum Teil lassen sie sich mittlerweile auch online einsehen.

Der Bodenrichtwert ist für den Verkaufspreis für ein Grundstück nur bedingt geeignet

Möchten Sie ein Grundstück verkaufen, können Sie den Bodenrichtwert nur unter Vorbehalt heranziehen, um den Grundstückswert zu ermitteln. Der Grund: Häufig fließen in die Berechnung der Bodenrichtwerte nur die Daten von wenigen Verkäufen ein. Zudem sind die Bodenrichtwerte als starre Daten, die ihren Fokus auf vergangene Verkäufe richten, zu verstehen. Neuere Marktentwicklungen können sie daher nur unzureichend berücksichtigen.

Hinzu kommt noch, dass der tatsächlich erzielbare Preis beim Verkauf eines Grundstücks deutlich vom Bodenrichtwert abweichen kann, weil dieser bei Grundstücksverkäufen unverbindlichen Charakter hat. Jedes Grundstück ist jedoch individuell, sodass bereits kleine Abweichungen deutliche Preisunterschiede nach sich ziehen können.

Ähnliche Grundstückspreise
Ähnliche Grundstückspreise

Wodurch können sich verschiedene Preise bei ähnlichen Grundstücken ergeben?

Ein Grundstück, das nach Süden hin ausgerichtet ist, ist werthaltiger als ein nach Osten oder Norden ausgerichtetes Grundstück in derselben Umgebung. Auch angrenzendes Gewerbe oder die Verkehrsinfrastruktur haben Einfluss auf den Grundstückswert, wenn sie zu einer Lärmbelastung oder Verschmutzung führen. Grundstücke in Hanglage können auf der einen Seite aufgrund der schwierigen Bebaubarkeit der Fläche weniger wert sein, auf der anderen Seite kann ihr Wert aber aufgrund des schönen Ausblicks auch höher liegen.

Eine Grundstücksbewertung vom Profi durchführen lassen

Anhand der Beispiele haben Sie gesehen, wie unterschiedlich die Attraktivität eines Grundstücks für potentielle Käufer ausfallen kann. Wir empfehlen Ihnen daher, eine Grundstücksbewertung von einem Profi durchführen zu lassen. Hierbei ermittelt ein erfahrener Makler den Markt- bzw. Verkehrswert Ihres Grundstücks.

Welches Verfahren ist für die Wertermittlung bei einem Grundstück geeignet?

Um ein Grundstück möglichst objektiv und präzise hinsichtlich seines Wertes beurteilen zu können, existieren verschiedene Verfahren. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, welche unterschiedlichen Verfahren für die Grundstücksbewertung gerne verwendet werden.

Das Vergleichswertverfahren

Bei Grundstücken verwendet man zur Wertermittlung in der Regel das Vergleichswertverfahren. Hierbei vergleicht man ein Grundstück mit ähnlichen Objekten. Als Bewertungsgrundlage dient dann der erzielte Verkaufspreis für die Vergleichsobjekte. Unbebaute Grundstücke sind jedoch insbesondere in gefragten Gegenden eher eine Seltenheit; somit fehlen Vergleichsobjekte, wodurch das Vergleichswertverfahren nicht zu 100 Prozent Aussagekraft besitzt. Aus diesem Grund zieht man bei der Bewertung eines Grundstücks auch den Bodenrichtwert heran.

Das Sachwertverfahren

Hierbei ermittelt man den Wert der Gebäude, die sich auf einem Grundstück befinden und addiert hierzu den Bodenwert. Da sich bei unbebauten Grundstücken jedoch kein Gebäudesachwert bestimmen lässt, ist dieses Verfahren in solchen Fällen ungeeignet.

Das Residualwertverfahren

Im Rahmen einer Grundstücksbewertung durch einen Profi verwendet man unter Umständen auch das Residualwertverfahren. Hiermit lässt sich der maximale Bodenkaufpreis einschätzen.

Generell empfehlen wir Ihnen, sich für die Einschätzung des möglichen Verkaufspreises Ihres Grundstücks an einen Profi zu wenden, denn schließlich geht es um sehr viel Geld. Ein Immobilienmakler kann auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Immobiliengeschäfte blicken und ist daher in der Lage, den Wert eines Grundstücks realistisch einzuschätzen.

Unterlagen für den Verkauf einer Immobilie
Unterlagen für den Verkauf einer Immobilie

Welche Unterlagen sind für den Verkauf eines Grundstücks erforderlich?

Ihre Aufgabe als Anbieter des Grundstücks ist es vor dem Verkauf, sämtliche wichtigen Unterlagen für den Käufer zur Verfügung zu stellen. Auch in dieser Hinsicht kann Ihnen ein Makler hilfreich zur Seite stehen. Ein solcher Profi weiß ganz genau, welche Unterlagen für den Verkauf des Grundstücks relevant sind und wie sie sich am schnellsten beschaffen lassen. Verschiedene Dokumente sind einerseits für die Bewertung des Grundstücks und andererseits für den Entscheidungsprozess von potentiellen Käufern wichtig. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, welche Unterlagen Sie für den Verkauf eines Grundstücks wirklich brauchen.

Flurkarte (auch Katasterkarte oder Liegenschaftskarte genannt)

In der Flurkarte sind sämtliche von Amts wegen erhobenen Kenndaten des Grundstücks enthalten. Verwendet wird sie, um die Lage von Grund und Boden darzustellen. Eine Flurkarte lässt sich beim zuständigen Vermessungsbüro beantragen, heute auch häufiger online.

Aktueller Auszug aus dem Grundbuch

Im Grundbuchauszug sind alle relevanten Angaben zu den Grundbucheintragungen für ein Grundstück enthalten. Hierzu lassen sich Eigentumsverhältnisse ebenso zählen wie Grundschulden und mögliche Hypotheken. Einen Auszug aus dem Grundbuch erhalten Sie auf Antrag beim zuständigen Grundbuchamt.

Lageplan (einen Grundriss bei einem bebauten Grundstück)

Der Lageplan ist eine zeichnerische Darstellung eines Objektes mit Bezug auf dessen Umgebung. Ein Lageplan ist beispielsweise notwendig, wenn man einen Bauantrag stellen möchte. In der Regel fertigt ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur einen Lageplan an.

Grundsteuerbescheid

Entweder erhält man eine öffentliche Bekanntmachung, in dem die Grundsteuer für das Kalenderjahr festgesetzt ist, oder einen schriftlichen Bescheid, in dem sich die Grundsteuer einsehen lässt.

Bebauungsplan
Bebauungsplan

Baulasten

Dies sind rechtliche Einschränkungen, die Gültigkeit für die Nutzung von Immobilien sowie die Bebauung von Grundstücken haben. Baulasten lassen sich in einem öffentlichen Baulastenverzeichnis einsehen.

Altlasten

Hiermit sind Stoffe auf einem Grundstück gemeint, welche gesundheitsgefährdende Eigenschaften haben können, beispielsweise also negative Auswirkungen auf das Grundwasser. Möchte man mögliche Gefährdungen feststellen, gibt man am besten ein Bodengutachten in Auftrag.

Bebauungsplan

In einem Bebauungsplan sind sämtliche verbindlichen Vorschriften hinsichtlich der Nutzungsart von Grundstücken sowie zulässiger Bebauungen enthalten. Einen solchen Bebauungsplan erhalten Sie beim Bauordnungsamt der Gemeinde oder beim zuständigen Stadtplanungsamt.

Flächennutzungsplan

Im Gegensatz zu einem Bebauungsplan hat ein Flächennutzungsplan keinen verbindlichen Charakter, sondern ist ein vorbereitendes Dokument. Hiermit meint man einen vorbereitenden Bauleitplan, der Gültigkeit für die gesamte Gemeinde hat. Ein solcher Flächennutzungsplan lässt sich beim zuständigen Stadtplanungsamt einsehen, unter Umständen auch ganz komfortabel online.

Weitere Dokumente für bebaute Grundstücke

Sollte ein Grundstück bereits bebaut sein, spielen noch weitere Dokumente für den Hausverkauf eine Rolle, beispielsweise ein Energieausweis.

In diesem Artikel möchten wir den Schwerpunkt aber weiterhin auf unbebaute Grundstücke legen.

Mit welchen Kosten ist beim Verkauf eines Grundstücks zu rechnen?

Wie bei einem Hausverkauf müssen Sie beim Verkauf eines Grundstücks mit unterschiedlichen Kosten rechnen. Manche Kosten trägt der Käufer, wie beispielsweise die Kosten für einen Notar. Einige fallen jedoch auch für Sie als Verkäufer an. Dies beginnt beispielsweise bei der Ermittlung des Grundstückwertes.

Sollten Sie hierfür einen Gutachter beauftragen, kann dies schnell ein tiefes Loch in Ihr Budget reißen. Solche Kosten können Sie sich jedoch in den meisten Fällen sparen, wenn Sie eine Grundstücksbewertung von einem Makler durchführen lassen. Eine erste Einschätzung über den Grundstückswert können Sie auch durch eine Grundstücksbewertung online in Erfahrung bringen, die Sie keinen Cent kostet.

Kosten beim Grundstücksverkauf
Kosten beim Grundstücksverkauf

Weitere Kosten, die beim Grundstücksverkauf auf Sie zukommen können

Möchten Sie mit dem Gewinn aus dem Grundstücksverkauf ein Immobiliendarlehen vorzeitig tilgen, müssen Sie unter Umständen mit einer Vorfälligkeitsentschädigung rechnen. Diese verlangt eine Bank, weil ihr durch die vorzeitige Ablösung des Kredites Zinseinnahmen entgehen. Zudem müssen Sie die Kosten übernehmen, die für die Beschaffung der notwendigen Unterlagen beim Grundstücksverkauf erforderlich sind. Auch die Kosten für eine Löschung einer Grundschuld aus dem Grundbuch sollten Sie nicht vergessen.

Haben Sie einen Immobilienmakler damit beauftragt, das Grundstück zu verkaufen, fällt im Erfolgsfall eine Maklercourtage an. Abhängig vom Bundesland betragen die Kosten zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Grundstückspreises.

Lässt sich ein Grundstück auch ohne Notar verkaufen?

Beim Verkauf einer Immobilie muss man den Kaufvertrag notariell beurkunden lassen. Dasselbe gilt auch für den Verkauf eines Grundstücks. In der Regel beantragt der Notar den Auszug aus dem Grundbuch beim zuständigen Grundbuchamt. Wenn der Grundstücksverkauf abgeschlossen ist, lässt der Notar den Wechsel des Eigentümers im Grundbuch eintragen. Zwar ist ein Grundstücksverkauf ohne Termin beim Notar nicht empfehlenswert, in Ausnahmefällen aber theoretisch möglich.

Wie sieht es mit dem Thema Steuern beim Verkauf eines Grundstücks aus?

Auch als privater Anbieter eines Grundstücks sollte man steuerliche Abgaben nach einem erfolgreichen Verkauf im Hinterkopf behalten, um am Ende nicht von zusätzlichen Kosten überrascht zu werden. Dabei ist die Besteuerung bei einem Grundstücksverkauf ähnlich wie der bei einem Immobilienverkauf.

Wann wird eine Spekulationssteuer fällig?

Möchten Sie Ihr Grundstück innerhalb einer Spekulationsfrist von zehn Jahren nach Erwerb verkaufen, müssen Sie auf den Gewinn beispielsweise ebenso eine Spekulationssteuer entrichten wie beim Verkauf einer Immobilie. Dabei orientiert sich die Höhe der Spekulationssteuer am jeweils ermittelten Wertgewinn sowie Ihrem persönlichen Steuersatz. Der Erlös aus dem Verkauf betrachtet der Fiskus als zusätzliches Einkommen, das Sie über Ihre Einkommensteuererklärung abrechnen müssen. Da Ihr Einkommen durch den Verkauf steigt, laufen Sie dabei auch Gefahr, dass sich Ihr persönlicher Steuersatz erhöht.

Grundstück steuerfrei verkaufen
Grundstück steuerfrei verkaufen

Kann ich ein Grundstück auch steuerfrei verkaufen?

Ist ein Grundstück bebaut, besteht die Möglichkeit, dass Sie es zu Wohnzwecken selbst nutzen. Ist dies der Fall, lässt sich die Immobilie bereits drei Jahre nach Erwerb wieder verkaufen, ohne dass Sie eine Spekulationssteuer abführen müssen. Bei unbebauten Grundstücken sieht dies etwas anders aus, denn diese lassen sich nicht zu Wohnzwecken nutzen. Wenn Sie als Privatperson das Grundstück steuerfrei verkaufen möchten, müssen Sie also die Frist von zehn Jahren verstreichen lassen.

Wie schnell lässt sich ein Grundstück wieder verkaufen?

Kauft man ein Grundstück, dann bedeutet dies für viele Menschen eine große Investition. Aus diesem Grund sollte man den Kauf eines Grundstücks gut durchdenken. Natürlich kann es trotzdem Gründe geben, ein Grundstück recht schnell nach dem Kauf wieder zu verkaufen, beispielsweise aus Kostengründen oder im Falle einer Scheidung.

Aufgepasst bei einem schnellen Verkauf!

Grundsätzlich lässt sich ein Grundstück schnell wieder verkaufen, wenn man jedoch den optimalen Preis beim Wiederverkauf erzielen möchte, sollte man einige Dinge beachten. Die Spekulationssteuer ist einer dieser wichtigen Punkte. Verkaufen Sie ein unbebautes Grundstück innerhalb einer Frist von zehn Jahren nach Erwerb wieder, müssen Sie mit einer Spekulationssteuer auf den Gewinn rechnen. Befinden Sie sich nicht unter Zeitdruck, sollten Sie beim Verkauf eines unbebauten Grundstücks also nach Möglichkeit die Spekulationsfrist im Hinterkopf behalten und mit dem Grundstücksverkauf entsprechend noch warten.

Lassen sich auch nur einzelne Teile eines Grundstücks verkaufen?

Unter gewissen Voraussetzungen ist eine Teilung eines Grundstücks möglich. Ob sich dies für den Verkauf lohnt, ist jedoch von der jeweiligen Situation des Eigentümers abhängig. Wenn das Grundstück zum Beispiel zu groß für den Eigenbedarf ausfällt oder eine Teilung im Falle einer Erbschaft unter mehreren Erben erforderlich ist, macht eine Grundstücksteilung durchaus Sinn. Das Grundstück wird im Falle einer sogenannten Realteilung in zwei Einheiten geteilt, die voneinander unabhängig sind. Entsprechend gilt jeder Grundstücksteil als eigenständiges Grundstück im Sinne des Grundbuchs.

Wie ist der ideale Ablauf bei der Teilung eines Grundstücks?

Hat man vor, ein Grundstück teilen zu lassen, sucht man zunächst das örtliche Bauamt auf und lässt sich den Bebauungsplan des Grundstücks aushändigen. In diesem befinden sich sämtliche relevanten Informationen zu einer möglichen Grundstücksteilung. Sollte ein Teilungsverbot vermerkt sein, bedeutet dies eine deutliche Erschwerung, wenn es um den Verkauf eines Teilgrundstücks geht.

Teilung eines Grundstücks
Teilung eines Grundstücks

Kostet die Teilung eines Grundstücks etwas?

Ehe man ein Grundstück tatsächlich teilen kann, bestimmt das Vermessungsamt oder ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur den Grenzverlauf. Dies bedeutet zusätzliche Kosten für den Eigentümer, der hierfür zunächst einen Antrag stellen muss.

Die Teilung eines Grundstücks erfordert in einigen Bundesländern eine Genehmigung. Erste Informationen zu den geltenden Vorschriften lassen sich bei den zuständigen Ämtern im jeweiligen Bundesland finden. In jedem Fall zu beachten ist, Abstandsflächen bei der Teilung eines Grundstücks einzuhalten und die Vorgaben des Bebauungsplans zu beachten. Die Teilung des Grundstücks darf also keine baurechtswidrigen Verhältnisse mit sich bringen.

Warum Sie einen Makler mit dem Verkauf eines Grundstücks beauftragen sollten

Wie Sie in diesem Artikel bereits erfahren haben, gibt es einige Dinge zu beachten, wenn es darum geht, eine Immobilie oder auch ein Grundstück zu verkaufen. Als erstes sollten Sie entscheiden, ob Sie das Objekt mit oder ohne Makler verkaufen möchten. Der Verkauf eines Grundstücks kann sehr viel Aufwand bedeuten und mit viel Arbeit verbunden sein. Möchten Sie Zeit und Nerven sparen, empfehlen wir Ihnen daher die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler.

Dieser besitzt bereits Erfahrung, wenn es um den Verkauf von Grundstücken geht, und wird Sie während des gesamten Ablaufs daher optimal unterstützen. Er wird bereits genaue Vorstellungen davon haben, welche Zielgruppe sich für das Grundstück interessieren wird und besitzt im Idealfall bereits einen bestehenden Kundenstamm. Zusätzlich wird er Ihnen bei der Beschaffung der erforderlichen Unterlagen behilflich sein. Zudem vereinbart ein Makler für Sie Besichtigungstermine und führt die vereinbarten Besichtigungen für Sie durch.

Was ist bei besonders großen Grundstücken zu beachten?

Geht es darum, ein großes Grundstück zu verkaufen, ist es sinnvoll, bei der Vermarktung ganz gezielt professionelle Kapitalanleger und Investoren anzusprechen. Bei professionellen Anlegern handelt es sich in der Regel um sehr erfahrene Personen, die genaue Antworten auf verschiedene Fragen haben möchten. Sie werden ein Objekt vor dem Kauf entsprechend auf Herz und Nieren prüfen. In Ihrer Rolle als Verkäufer sollten Sie sich dessen bewusst sein, sich gut vorbereiten und die passenden Argumente liefern können – oder eben einen erfahrenen Makler an der Seite haben, der diese Gespräche für Sie übernimmt.

Vermarktungsstrategie
Vermarktungsstrategie

Gibt es eine ideale Vermarktungsstrategie beim Verkauf eines Grundstücks?

Generell empfehlen wir Ihnen, bei der Vermarktung eines Grundstücks potentielle Interessenten über alle relevanten Details in Sachen Bebaubarkeit aufzuklären. Zudem kann es nicht schaden, verschiedene Projektperspektiven zu entwickeln, also beispielsweise die Bebauung mit einem Einfamilienhaus im Vergleich zum Bau von zwei Doppelhaushälften.

Welche Vorteile bringt ein Bieterverfahren?

Handelt es sich um ein sehr attraktives Baugrundstück, erzielen Sie den besten Verkaufspreis in der Regel über ein Bieterverfahren. Hierbei legen Sie ein Mindestgebot fest und fordern die Interessenten zu höheren Geboten auf. Da Immobilienmakler die wichtigsten Bauträger der Region kennen und über Erfahrung beim Verkauf von Grundstücken haben, sollten Sie ein Bieterverfahren am besten einem Immobilienmakler überlassen.

Auch in Sachen Vermarktungsstrategie ist ein Immobilienmakler der richtige Fachmann

Grundsätzlich ist es stets eine gute Idee, einen Immobilienmakler mit dem Verkauf eines Grundstücks zu beauftragen. Dies gilt auch für einen idealen Vermarktungsprozess. Der Makler wird ein entsprechendes Vermarktungskonzept entwickeln, ein aussagekräftiges Exposé erstellen, das Grundstück in relevanten Immobilienportalen inserieren, sich um Besichtigungstermine kümmern und letztlich einen passenden Käufer für das Grundstück finden. Ein Immobilienmakler informiert Sie außerdem über mögliche Fallstricke, beispielsweise in Sachen Abstandsflächen, Grenzbebauungen oder Verkehrsflächen. Zudem wird er Sie davor bewahren, das Grundstück unter Wert zu verkaufen.

Fazit: In einigen wesentlichen Faktoren unterscheidet sich der Verkauf eines Grundstücks vom Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses. Damit Sie für das Grundstück die passende Zielgruppe finden können, müssen Sie zunächst die künftige Bebaubarkeit des Grundstücks ermitteln. Als Faustregel gilt, dass unbebaute Grundstücke umso attraktiver für Kapitalanleger sind, je mehr gewerbliche Flächen oder Wohnflächen entstehen dürfen.

Sehr wichtig für einen erfolgreichen Verkauf eines Grundstücks ist es, einen angemessenen Verkaufspreis zu finden. Einen ersten Anhaltspunkt bietet in dieser Hinsicht der Bodenrichtwert. Zwar ist es nicht verpflichtend, einen Grundstücksverkauf mit einem Makler durchzuführen, zu empfehlen ist es jedoch, da der Verkaufsprozess sehr komplex ist. Ein Makler wird Sie bei jedem Schritt im Verkaufsprozess mit Rat und Tat begleiten und kann aufgrund seiner Erfahrung das Grundstück zum bestmöglichen Preis für Sie verkaufen.

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